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Allgemeine Fragen zu radiologischen Untersuchungen

Wofür braucht man Kontrastmittel?

Kontrastmittel sind notwendig, wenn der natürliche Kontrast zu schwach ist. Wir unterscheiden einerseits Kontrastmittel, die vom Patienten vor der Untersuchung getrunken werden (orale KM) und andererseits Kontrastmittel, die während der Untersuchung in eine Vene gespritzt werden.

Moderne Kontrastmittel sind sehr sicher und im allgemeinen gut verträglich. Sie werden schon nach kurzer Zeit wieder über die Nieren ausgeschieden.

Sehr selten kann es zu Komplikationen kommen. Zu den Risikofaktoren gehören vor allem ausgeprägte Allergieneigungen, Schilddrüsenüberfunktion und Nierenfunktionsschwäche, der Verdacht auf einen malignen Schilddrüsentumor oder die Einnahme bestimmte Medikamente.

Sollte bei einer Röntgen- oder CT - Untersuchung ein Kontrastmittel in die Vene gespritzt werden, möchten wir schon vorab wissen, wie ihre Nieren und die Schilddrüse funktioniert, um das Risiko möglichst exakt abschätzen zu können. Dafür sind in der Regel vorab Blutuntersuchungen notwendig, die der Hausarzt oder der überweisende Facharzt durchführt. Auch bei einigen MRT-Untersuchungen ist es wichtig, dass wir vorher Ihre Nierenfunktion kennen.

Sollten Sie als Diabetiker das Medikament Metformin einnehmen, müssen wir das vor einer Gabe von Röntgenkontrastmittel rechtzeitig wissen, um es früh genug absetzten zu können.

Orale Kontrastmittel werden über den Magen-Darm-Trakt ausgeschieden; hierbei kann es als Nebenwirkung zu Durchfall kommen.

Bei weiteren Fragen sollten Sie oder Ihr überweisender Arzt uns vorab kontaktieren.

 

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Jede Röntgenuntersuchung ist mit einer gewissen Strahlenbelastung verbunden. Da die Strahlendosis von verschiedenen Faktoren abhängig ist, wie Anzahl und Dicke der Schichtaufnahmen, Umfang des zu untersuchenden Bereiches sowie vom Körperbau des Patienten, sind allgemeine und exakte Aussagen über die Strahlenbelastung im Einzelfall schwer möglich.

Durch Innovationen ist es aber gelungen, in den letzten Jahren die Strahlenbelastung im Bereich des konventionellen Röntgens und der Computertomographie deutlich zu verringern.

Jede Untersuchung bedarf vielmehr einer genauen "Indikation", d.h. einer positiven Antwort auf die Frage, ob mit der geplanten Untersuchung eine Fragestellung auch zu beantworten ist und sich daraus Konsequenzen für die weitere Behandlung ergeben. Diese Vorgehensweise gewährleistet, dass bei jeder Untersuchung das Strahlenrisiko gegen die Risiken abzuwägen ist, die durch eine nicht, zu spät oder ungenau durchgeführte Untersuchung für den Patienten entstehen könnten.

Der diagnostische Nutzen muss stets höher sein als das Strahlenrisiko.

 

Welche Untersuchung ist für mich die Richtige?

Wann bei welchem Patienten welche der bei uns durchgeführten Untersuchungsmethoden die bestmögliche diagnostische Beurteilung erlauben, hängt von der zu klärenden Fragestellung und der zu untersuchenden Körperregion ab. Die Entscheidung für eine der Methoden ist immer eine individuell auf den Patienten zugeschnittene.

Warum kann man Untersuchungen nicht so planen, dass keine Wartezeiten für den Patienten entstehen?

Trotz aller Bemühungen, den berechtigten Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden, gibt es bei jeder Untersuchung immer gewisse Unwägbarkeiten. Es lässt sich z.B. nie vorhersagen, ob vielleicht ein Patient unter Platzangst leidet und daher zusätzliche Zeit und Aufmerksamkeit benötigt, oder ob sich während der Untersuchung neue Fragestellungen ergeben, die eine Ausweitung des Programms erforderlich machen.

Bei der Terminplanung wird versucht, möglichst viele Details für eine exakte Planung zu berücksichtigen. Da aber so gut wie nie alle Details bekannt sind und wir es zudem für eine Selbstverständlichkeit halten, Notfälle bevorzugt zu untersuchen, können Zeiten nicht immer genau eingehalten werden.

Niemand in unserer Praxis lässt Patenten absichtlich warten. Je länger Ihre Wartezeit, um so größer ist auch der Stress für die Mitarbeiter unserer Praxis, weil wir Ihnen diese zeitlichen Verzögerungen, die leider manchmal unvermeidbar sind, zumuten müssen. Wir bitten schon vorab um Ihr Verständnis.

Was muss ich bei der Terminplanung beachten?

Je nach Untersuchung sollten Sie genügend Zeit einplanen. Eine genaue Termineinhaltung und gute Zeitplanung der Patienten helfen uns, unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Während die meisten Röntgen - und CT - Untersuchungen  schneller ablaufen, sollten Sie bei Kernspintomograhien 2 Stunden Zeit einplanen, die für die Vorbereitung, Untersuchung, Auswertung und Besprechung nötig sind. Auch Untersuchungen des Bauches im CT dauern in der Regel insgesamt mind. 2 Stunden.