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Die Kernspintomographie/MRT

MRT
 
Die Kernspintomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt, ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen.

Hierbei handelt es sich um ein Untersuchungsverfahren, bei dem die magnetische Eigenschaft von Wasserstoffatomen (der Mensch besteht zu ca. 80% aus Wasser!) für die Erstellung von Bildern genutzt wird.

Der Magnetresonanztomograph (MRT) besteht aus einem kurzen Tunnel. Im Gerät wird ein starkes Magnetfeld erzeugt, welches für die Bildgebung genutzt wird. Das heißt, dieses Verfahren kommt ohne Strahlenbelastung aus.

Patienten mit metallischen Implantaten (außer Gold und Titan) und empfindlichen medizinischen Geräten im Körper können jedoch nicht in allen Fällen untersucht werden.
Personen mit Herzschrittmacher können keinesfalls untersucht werden.

Die Untersuchungszeit beträgt etwa 15 bis 30 Minuten. Falls gewünscht, kann dem Patienten etwas zur Beruhigung gespritzt werden. Die Auswertung beinhaltet die Beurteilung einer Vielzahl von Schnittbildern, die jeweils digital erstellt und in allen Richtungen angesehen werden können. Daher sind genaue Aussagen möglich. Andererseits benötigt die Auswertung oft bis zu 1 Stunde.





Einige häufig gestellte Fragen zur MRT:
 
  Schaltraum MRT

Ist die Untersuchung mit einer Strahlenbelastung verbunden?


Das Prinzip der Kernspin- oder Magnetresonanztomographie unterscheidet sich grundsätzlich von anderen bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall. Einer Strahlenbelastung ist der Untersuchte hierbei nicht ausgesetzt.

Kann die Untersuchung gesundheitliche Folgen haben?

In der BRD wird diese Untersuchungsmethode seit Anfang der 80er Jahre eingesetzt. Bis heute sind auch nach vielen hunderttausend Untersuchungen keine Nebenwirkungen der Kernspintomographie bekannt.
Zum Problem im Einzelfall werden können magnetisierbare Metallteile im oder am Körper, da bei der Kernspintomographie ein starkes Magnetfeld auf den Körper des Untersuchten einwirkt. Alle Metallteile, die sich entfernen lassen, sollten daher abgelegt werden, z.b. Hörgeräte, Zahnersatz und Schmuck. Patienten, die magnetisierbare Metallteile im Körper haben, also etwa Metallsplitter oder Herzschrittmacher, können nicht im Kernspintomographen untersucht werden.
Bei Schwangeren sollte im Einzelfall sorgfältig abgewogen werden, ob die Untersuchung notwendig ist. Wenn auch Schädigungen des ungeborenen Lebens bisher nicht nachgewiesen worden, ist damit noch nicht bewiesen, dass diese nicht möglich sein können.

Warum muss die Röhre so eng sein?

Die Bildqualität von MRT-Bildern hängt in hohem Maße von der Homogenität (Gleichmäßigkeit) des Magnetfeldes im Untersuchungstunnel ab. Je weiter der Tunnel ist, desto schwieriger ist es, im Innern ein ausreichend homogenes Magnetfeld herzustellen. Durch aufwendige Bauelemente, die die Homogenität verbessern, haben die Hersteller der Geräte versucht, einen Kompromiss zwischen Patientenfreundlichkeit (weiter Tunnel) und Bildqualität (hohe Homogenität) zu erreichen.
Das ideale, nämlich bei optimaler Bildgebung gleichzeitig offene Gerät gibt es bis heute leider noch nicht, da die physikalischen Gesetze bisher noch nicht überlistet werden konnten.


Wann kann eine Kernspintomographie von Vorteil sein?

Zur Beurteilung von Veränderungen im Bereich des Gehirns und des Rückenmarks wurde durch die Kernspintomographie die Diagnostik enorm verbessert. Alle Weichteilegewebe, aber auch Gelenke lassen sich hiermit gut darstellen. In den letzten Jahren nimmt auch die Bedeutung der Kernspintomographien  im Brustkorb und im Bauch/Becken zu. Durch zusätzliche Gabe eines geeigneten Kontrastmittels (z.b. Gadolinium) lässt sich darüber hinaus die Darstellung noch um ein Vielfaches verbessern.

Wird die Kernspintomographie das konventionelle Röntgen oder die Computertomographie ersetzen?

Diese Methode kann und wird die anderen bildgebenden Verfahren nicht ersetzen, sondern ergänzen. Zwar liefert die Kernspintomographie von einigen Körperregionen bessere Bilder als andere Methoden, aber für die Untersuchung vieler Organe und Gewebe sind diese oft bei bestimmten Fragestellungen ebenso gut oder sogar besser geeignet. Je nach Fragestellung kommt man mit Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen manchmal besser und auch billiger zum Ziel.
Die Kernspintomographie ist also selten das Diagnosemittel, das als erstes eingesetzt wird. In der Regel wird zunächst mit konventionellen Verfahren abgeklärt, ob, wo und wonach überhaupt gesucht werden soll.